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1988 - 2008:

20 Jahre Blottner Verlag

 Firmenlogo Blottner Verlage

Auf der Basis langjähriger Tätigkeit in verlegerischen Führungspositionen gründete Eberhard Blottner 1988 seinen eigenen Verlag als Einzelunternehmen.
1996 wurde zusätzlich die Blottner Fachverlag GmbH & Co. KG mit einer Fremdbeteiligung von 50% gegründet und vom Eberhard Blottner Verlag mit erweitertem Buchprogramm, aber wie bisher in Personalunion, geführt. 2001 wurde auch das Einzelunternehmen in eine GmbH umgewandelt, nunmehr unter der Geschäftsführung der Verleger-Tochter Britta Blottner als dessen alleinige Gesellschafterin. Nach vollständiger Übernahme der Fremdbeteiligung 2006 wurden die beiden Gesellschaften zum 31.12.2007 zur Blottner Verlag GmbH zusammengeführt. Alleinige Geschäftsführende Gesellschafterin ist Britta Blottner.

Bereits einige Jahre nach seiner Gründung konzentrierte sich der Verlag auf die von reger Bautätigkeit geprägte Thematik "Hausbau" in all ihren Facetten und für alle Ansprüche - von der Bauplanung bis zur Bauausführung: in eindrucksvoller Kombination beispielhafter Bilder und nützlicher, vor allem aber verständlicher Informationen über real ausgeführte Bauobjekte! Bücher, die für Auftraggeber und für Auftragnehmer, auch für das Bauen in eigener Regie, besonders geeignet sind.

Das Buchangebot des Verlages präsentiert sich in zwei Kategorien: die großformatigen, reichhaltig farbig bebilderten Bände mit festem Bucheinband und die preisgünstigeren Bände der Buch-Reihe "Bau-Rat:", die sich auf ihren Einzelbereichen als sehr nützliche Ratgeber bewähren.



Unsere Philosophie, unsere Verantwortung:

Wir unterstützen den Produktionsstandort Deutschland und sichern dadurch Arbeitsplätze.

Die Ideen für unsere Bücher entstehen bei uns im Verlag oder sie kommen von unseren Autoren. Alle Manuskripte werden ausschließlich im Verlag lektoriert. Grafik und Layout entstehen überwiegend in Deutschland in Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Grafikbüros. Eine Ausnahme bildet die Agentur Naderer Communications in Tragwein (Österreich), Grafikdesignerin Sybille Naderer ist eine enge Jugendfreundin der Verlegerin. Sie hat ihre große Liebe in Österreich gefunden und arbeitet deshalb seit einigen Jahren mit ihrem Mann in der gemeinsamen Agentur in Tragwein. Blottner Bücher sowie alle anderen Drucksachen werden jedoch ausschließlich in deutschen Druckereien produziert.

Warum? Wir sind der Meinung, dass wir dort produzieren sollten, wo wir unsere Ware hauptsächlich verkaufen möchten. Denn nur dann verdienen die Menschen das Geld, um diese Ware auch kaufen zu können. Das hat nichts mit Protektionismus sondern etwas mit Verantwortung zu tun. Wir beobachten mit Sorge, wie große Konzerne ihre Produktionen in Billiglohnländer verlagern (dafür zum Teil noch Förderungen erhalten). Das halten wir für kurzfristiges Denken und Handeln! Wer wird diese Produkte, also auch unsere Bücher, zukünftig in Deutschland kaufen können, wenn es immer mehr Menschen ohne Arbeit oder mit immer weniger Geld gibt? Weiterhin stelle ich die Arbeitsmethoden in einigen dieser Länder infrage (Sozialleistungen, Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit etc.). Und es gibt noch viel mehr Gründe, warum man den Standort im eigenen Land unterstützen sollte.

Unsere Bücher sind aufwendig in der Produktion. Die Autoren und der Verlag investieren viel Zeit und Geld, bis das fertige Buch in den Handel kommt. Qualität spielt dabei eine große Rolle, nicht nur beim Aussehen. Auch die Inhalte werden sorgfältig erarbeitet und geprüft. Massenware gibt es bei uns nicht, deshalb können wir unsere Bücher auch nicht für 8,95 Euro anbieten.

Als kleines Unternehmen stellen wir uns dieser Verantwortung. Wir danken unseren Kunden und Freunden des Verlages für deren Interesse und Einsatz sowie für den Kauf unserer Bücher.

Think global - act local!

In diesem Sinne, herzlichst Ihre Britta Blottner




STECKBRIEF

„Ich stehe hinter jedem Buch“


Britta Blottner (37), ist Geschäftsführende Gesellschafterin der Eberhard Blottner Verlag GmbH in Taunusstein. Der Blottner Verlag steht für Fach- und Sachbücher sowie Ratgeber zu den Themen Planen, Bauen und Wohnen. Nach der Ausbildung im Falken Verlag und Station in der PR-Abteilung folgte der Wechsel in den väterlichen Verlag. Die Unternehmerin ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Baufachverlage ABV, engagiert sich im Börsenverein des deutschen Buchhandels und ist seit 2004 Mitglied der Vollversammlung der IHK Wiesbaden.
Britta Blottner Geschäftsführerin Blottner Verlag
Britta Blottner, Geschäftsführerin Blottner Verlag

Beruf und Engagement

Ein Sprung zurück in Ihre Kindheit: Was war Ihr Traumberuf?
Ich glaube, mein „Traumberuf“ wechselte fast wöchentlich und wurde auch erst sehr spät konkret.

Was davon finden Sie jetzt in Ihrem Beruf wie der?
Mein (Traum-)Beruf ist so vielfältig, dass wahrscheinlich von vielen damaligen Berufswünschen etwas dabei ist.

Mit wem würden Sie gerne für einen Tag die Arbeit tauschen?
Mit einem Entwicklungshelfer, zum Beispiel in Afrika. Ich bewundere diese Arbeit und das Engagement. Da geht es um wirkliche Probleme, Sorgen und Nöte, unsere sind dagegen klein und nichtig.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Unternehmer?
Sie/er sollte zukunftsorientiert, fair, ehrlich, zupackend, kollegial, entscheidungsfreudig in seinem Denken und Handeln sowie offen für neue Ideen und Gegebenheiten sein. Dabei aber finanziell nicht den „Überblick“ verlieren. Ein guter Unternehmer bezieht seine Mitarbeiter in seine Entscheidungen ein, vermittelt ihnen, dass sie Teil seines Unternehmens sind und beteiligt sie am Erfolg. Leider gibt es immer weniger Unternehmer, dafür immer mehr teuer bezahlte „Manager“, die nach kurzer Zeit eine Firma verlassen.

Und ein guter Mitarbeiter?
Gute Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen und machen ihre Arbeit gerne. Sie sind zuverlässig, engagiert und setzen sich ein. Sie haben Ideen und gehen mit der „Zeit“.

Was war Ihr größter beruflicher Erfolg?
Alle Bücher aus unserem Verlag, die in mehreren Auflagen, in mehreren Sprachen erscheinen!

Und Ihre größte Niederlage?
Die Bücher, die sich schlecht verkaufen lassen und am Ende verramscht werden müssen. Bei uns zum Glück nur wenige, trotzdem ist es eine „Niederlage“, da ich persönlich hinter jedem Buch stehe.

Ihre beruflichen Ziele?
Eine gute Unternehmerin zu sein – siehe oben – und noch viele erfolgreiche Bücher zu verlegen.

Warum engagieren Sie sich für die IHK Wiesbaden?
Man sollte sich nicht nur mit der eigenen Branche beschäftigen und sich nur darin bewegen. In der IHK-Vollversammlung treffe ich Menschen aus Firmen, die ganz andere Sachen machen. So erfahre ich, was andere Unternehmen/Branchen herstellen, wie sie Denken und Handeln. Dadurch sammle ich auch neue Impulse und Ideen.

Ihre wichtigste Forderung an die Politik?
Abbau von Bürokratie und Steuersenkung in allen Bereichen! Und noch so viel mehr, dass das den Fragebogen sprengen würde.

Persönliches

Wie entspannen Sie nach der Arbeit?
Beim Tennis, Ausgehen mit Freunden oder einem Buch.

Was gefällt Ihnen am Rhein-Main-Gebiet am besten?
Die bunte Mischung von Groß- und Kleinstädten sowie die unterschiedliche Natur.

Und am wenigsten?
Dass das Meer und die Berge so weit weg sind.

Was halten Sie für die größte Erfindung?
Alles in der Medizin, das hilft, Krank heiten zu heilen.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Wenn ich dort nicht zu lange bleiben muss, dann würden zwei Dinge ausreichen: mein Freund und viele Bücher.

Auf was können Sie am leichtesten verzichten?
Auf Menschen, die glauben, sie seien wichtiger als andere.

Was ist Ihr Lebensmotto?
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!


Veröffentlicht in   HESSISCHE WIRTSCHAFT | NOVEMBER 2007



Und das schreibt die Tageszeitung Wiesbadener Kurier über uns:

TAUNUSSTEIN Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Blottner-Verlag in Taunusstein. Der Fachverlag hat sich auf die Themen Bauen, Planen und Wohnen spezialisiert.

Von Mathias Gubo, Foto: RMB/Kühner

Britta Blottner, Foto: RMB/Kühner Stolz zeigt Geschäftsführerin Britta Blottner das neue Firmenlogo. "Das haben wir uns zum Jubiläum sozusagen selbst geschenkt", sagt sie lachend. Pünktlich zum 1. Februar kommt auch das neueste Buch auf den Markt, das "Bautagebuch". Dahinter verbirgt sich eine pfiffige Idee. Ähnlich den Tagebüchern zur Geburt eines Kindes können Bauherrn das Werden ihres Hauses dokumentieren. Es gibt Checklisten zum Hausbau, eine Wochenübersicht für Einträge und Bilder, Platz für Skizzenzeichnungen, beispielsweise über den Leitungs- oder Rohrverlauf in den eigenen vier Wänden.

Bei den Buchhändlern habe das "Bautagebuch" schon viele Vorschusslorbeeren eingeheimst, sagt Blottner und hofft nun auf einen Verkaufserfolg. Wie dem ihres Bestsellers "Ratgeber energiesparendes Bauen", dessen vierte Auflage derzeit in Arbeit ist. "Das ist das Thema im Moment", sagt die Fachfrau in Sachen Baubücher.

1988 hat Britta Blottners Vater Eberhard den Verlag im Arbeitszimmer seines Hauses in Taunusstein gegründet. Der gelernte Buchhändler aus Görlitz, der zuvor Geschäftsführer beim Wiesbadener Bauverlag war, hatte einen guten Riecher. Mit einem Buch über Altlasten schaffte er nicht nur gute Auflagenzahlen, sondern machte sich sogleich einen Namen in der Branche und Autoren auf sich aufmerksam. Trotzdem waren die Anfänge für den Newcomer nicht einfach. Die Bücher lagerten zunächst einmal im eigenen Keller, der Verlag wuchs langsam. Inzwischen hat er weit über hundert Titel publiziert, 35 Bücher sind derzeit lieferbar, neue in Arbeit.

Britta Blottner, gelernte Verlagsbuchhändlerin, stieg 1996 in den Familienbetrieb ein. 2001 wurde sie geschäftsführende Gesellschafterin. Eberhard Blottner arbeitet aber weiter mit, kümmert sich um die Autoren und das Programm, rühmt die Tochter "die gute Nase" des Vaters. Er sei der ruhende Pol in der Firma, stellt sie dankbar fest.

Neben dem Bautagebuch wird es in diesem Frühjahr vom Blottner-Verlag auch ein Buch über "Wohnideen für Kinder" und "Wohnen mit Kindern" geben. Damit will der Taunussteiner Verlag Tipps für die Gestaltung von Kinderzimmern bis zur Schulzeit und bis zum Auszug der Kinder geben. Zum ersten Mal gibt es auch einen Ratgeber zur Raumgestaltung und natürlich den Longseller aus dem Hause Blottner, das Hausbau-Handbuch von Autor Ronald Meyer. Zum echten Beststeller wurde das Buch vom Dachausbau, das es inzwischen in vielen Sprachen übersetzt gibt und auf eine Auflage von mehr als 100000 Exemplaren kommt. Kein Wunder also, dass es zu Eberhard Blottners Lieblingsbüchern zählt.

Viel verändert hat sich in den vergangenen 20 Jahren im Blottner-Verlag. Das Spektrum ist breiter geworden, die Bücher aufwändiger. Auch Dank modernster Technik und dem Beharren der Blottners, alles in Deutschland drucken zu lassen. Die ansprechende Optik sei sehr wichtig, stellt Britta Blottner fest, das sei Trend. Und so stecken in jedem neuen Buch mindestens sechs bis acht Monate Vorbereitungszeit und zwei bis drei Korrekturen bis es schließlich auf den Markt kommt. Dabei helfen Lisa Glss im Lektorat und Tina Winterhagen im Vertrieb.

Gefeiert wird das heutige Jubiläum des Blottner-Verlages, der seinen Firmensitz in Wehen hat, im kleinen Rahmen. Blottners gehen mit ihren Mitarbeiterinnen schön essen und anschließend in den Frankfurter Tigerpalast. "Wir lassen uns von der Chefin verwöhnen", freut sich Eberhard Blottner.



Die Fachzeitschrift BuchMarkt berichtet:

Der Blottner Verlag ist einer der eher stillen Stars der Branche. Seit 20 Jahren behauptet sich der kleine Baufachverlag im Umfeld der Großen – und tritt im Jubiläumsjahr selbstbewusster denn je auf.

Von Carsten Tergast

Strategien

Die Frankfurter Buchmesse ist ja immer für Geschichten und Anekdoten gut. Eine davon, sie spielt im Jahr 1988, geht so: Ein frischgebackener Verleger, stolz auf seine ersten drei Bücher und bereits mit einem veritablen Verlagsverzeichnis ausgestattet, wollte es sich nicht nehmen lassen, auf der weltgrößten Bücherschau sein Programm zu präsentieren. Doch ein eigener Messestand war viel zu teuer und aufwendig, sodass eine andere Idee her musste. Flugs machte sich der Verleger einfach zu Fuß auf den Weg quer durch die Messehallen, um Kontakte zu pflegen und auf die Bücher des neu gegründeten Verlags aufmerksam zu machen – was bei den Kollegen, die den Jungverleger noch als Geschäftsführer des Bauverlages kannten, Schmunzeln und Bewunderung hervorrief und ihm den Ruf eintrug, einen „fliegenden Messestand“ zu unterhalten.

Dieser fliegende Händler auf der 88er-Messe war Eberhard Blottner, der sich nach Jahren des gesicherten Angestelltendaseins mit dem Blottner-Verlag in die Selbständigkeit gewagt hatte. 2008 steht fest, dass dieses Wagnis nicht zu groß war, den Blottner-Verlag gibt es noch immer und ein Generationswechsel hat bereits stattgefunden. Eberhard Blottners Tochter Britta lenkt seit 2001 die Geschicke des Unternehmens, das im Jubiläumsjahr quasi nebenbei auch wieder zu sich selbst zurückgefunden hat. Hatte man bisher eine für manch Außenstehenden seltsam scheinende Konstruktion mit zwei getrennten Verlagen, von denen einer zu fünfzig Prozent dem Fachschriften-Verlag in Fellbach gehörte, so sind nunmehr alle Anteile wieder unter einem Dach vereint. Blottner hat die Anteile von den Fellbachern zurückgekauft, stärkt damit seine Unabhängigkeit und das Profil, gibt es doch jetzt nur noch die Blottner Verlag GmbH.

Wie es sich für die ruhig und nüchtern wirtschaftenden Blottners gehört, wird das Jubiläumsjahr eher dezent gefeiert. Ein neues Logo hat man sich spendiert, auch aufgrund der Rückkaufaktion und der Namensänderung. Zudem ist am 1. Februar, zum Zwanzigjährigen, ein Jubiläumstitel erschienen; das „Bautagebuch“, das in Gestaltung und inhaltlichem Anspruch die Kompetenz und langjährige Erfahrung des Verlags widerspiegeln soll. Diese Unaufgeregtheit passt zum Verlag, der seit Gründung, so Britta Blottner, sein Profil inhaltlich durchaus beibehalten und sich nicht wechselnden Moden unterworfen habe.

Thematische Trends setze man lieber selbst, als auf jeden fahrenden Zug mit aufzuspringen. So ist das Thema „energiesparendes Bauen“ schon lange eine der Kernkompetenzen bei Blottner. „Der ‚Ratgeber energiesparendes Bauen’ war eigentlich eines meiner Lieblingsbücher, weil ich vom Inhalt total überzeugt war“, erzählt sie, „doch große Absatzchancen habe ich dem Buch trotzdem zunächst nicht gegeben.“ Heute, berichtet sie schmunzelnd, sei das Buch ein echter Standardtitel im Programm.

Doch bei aller Kontinuität gibt es auch Marktfaktoren, die sich nur schwer beeinflussen und Verlage dieser Größe ganz schön knabbern lassen. Die massiven Veränderungen im Fachbuchhandel machen sich im Bestellverhalten der Sortimenter bemerkbar. War man früher in den Läden breit präsent, so sind heute das Bestellgeschäft und das Verhältnis zu den Barsortimenten ungleich wichtiger geworden. „Die verfügbaren Regalflächen haben sich für unseren Fachbereich nicht erweitert bzw. sind in einigen Buchhandlungen sogar ganz weggefallen“, so Britta Blottner, dennoch verkaufe sich das Segment weiter gut, wenn der Verlag intensiv seine Kommunikationsmöglichkeiten in der PR-Arbeit und per Internet nutze.

Optimismus ist also das Gebot der Stunde bei den ehemals fliegenden Baufachbuchverlegern, die längst mit einem festen Stand in Frankfurt vertreten sind und dort gern jeden überzeugen, dass man auf der Messe nicht nur gute Anekdoten, sondern auch tolle Bücher finden kann.

 

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